Was genau ist EFT Tapping eigentlich?
Du hast meine Homepage studiert und findest, das klingt alles ganz schön und gut, aber du fragst dich, was EFT denn jetzt genau ist und warum es angeblich so gut funktioniert?
Der Ursprung von EFT liegt in der Traditionellen Chinesischen Medizin
Wahrscheinlich hast du dir das schon gedacht, als du die Seite mit der Klopfanleitung und der Erwähnung von Energiebahnen (Meridianen) gelesen hast. Und damit liegst du genau richtig.
Das Konzept der Energiebahnen, die unseren Körper wie kleine Autobahnen durchziehen, wurde vor ungefähr 5000 Jahren in China entwickelt und ist Fundament der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Du hast sicher schon einmal gehört, wie Akupunktur funktioniert oder sie vielleicht sogar selbst am eigenen Körper erfahren. Bei der normalen Akupunktur werden kleine Nädelchen an wichtigen Punkten entlang besagter Energiebahnen platziert, um die Energie (Qi) wieder ins Fließen zu bringen und körperliche Probleme zu lösen. Akupunktur im traditionellen Sinn wird häufig für körperliche Beschwerden oder Schmerzen eingesetzt und soll so Linderung der auftretenden Symptome bringen.
EFT funktioniert ähnlich, allerdings auf emotionaler Ebene. Man könne deswegen auch sagen, es ist eine Art „emotionale Akupunktur“. Wir beschäftigen uns mit negativen Gedanken oder belastenden Erfahrungen, während wir bestimmte Punkte entlang der Meridiane beklopfen, wodurch wir unsere körpereigene Energie wieder ins Fließen bringen und damit negative Gedanken, Emotionen und Glaubenssätze auflösen. Da EFT die Vorteile traditioneller Akupunktur mit derer konventioneller Sprachtherapie verbindet, wirkt es viel effektiver und nachhaltiger als reine Sprachtherapie.
Wer hat’s erfunden?
Wie so oft war die Entdeckung von EFT ein reiner Zufall – und dazu noch ein sehr bemerkenswerter. Angefangen hat alles mit dem Psychologen Roger Callahan, der in den 70ern als klinischer Psychologe an der Syracuse University promovierte und in den folgenden Jahren dort und an der University of Michigan lehrte. Seine Arbeit als Psychologe ließ ihn jedoch oft unbefriedigt zurück. Nur ein kleiner Teil der Personen, die er in seiner Obhut behandelte, erholte sich von seinen psychischen Problemen und selbst dafür waren viele Therapiestunden nötig. Callahan musste einsehen, dass konventionelle Psychotherapie ihre Grenzen hatte und machte es sich deswegen zur Aufgabe, alternative Wege zu finden, den Menschen zu helfen – was am Ende zur Entdeckung der TFT (Thought Field Therapy, auf Deutsch: Gedankenfeldtherapie) führen sollte.
Eine seiner Patientinnen war Mary, eine junge Frau Ende der Dreißiger, Mutter von zwei Kindern. Mary litt schon seit ihrer Kindheit unter einer starken Wasser-Phobie, die so schlimm war, dass es ihr unmöglich war, alltägliche Situationen zu bestreiten. Selbst das Baden ihrer eigenen Kinder war für sie ein Akt, den sie nicht zustande brachte. Sie ertrug weder den Anblick vom Meer vor ihrer Haustür – noch konnte sie bei Regen vor die Tür gehen. Selbst für Callahan stellte Mary ein Extrem dar. Umso mehr war er bemüht, der jungen Frau so weit zu helfen, ein mehr oder weniger normales Leben führen zu können.
Callahan arbeitete mit Mary mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Sie versuchten es über Sprach- und Traumatherapie bis hin zur Konfrontationstherapie. Aber es halft nichts. Nichts konnte Mary wirklich helfen. Als Callahan mit Mary in einer weiteren Therapiestunde vor dem Pool an seinem Haus saß und versuchte, Mary dabei zu helfen, sich ihrer Angst zu stellen, entfuhr Mary der entscheidende Hinweis. Sie erwähnte eher beiläufig, dass sie jedes Mal, wenn sie auf den Pool und das Wasser sah (oder auch nur daran dachte), ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend verspürte. Callahan, der zu jenem Zeitpunkt sprichwörtlich am Ende seines Lateins war, wagte ein Experiment. Er war mit dem Meridiansystem der TCM vertraut und wusste, dass der Endpunkt des Magenmeridians genau unterhalb des Auges lag. Deswegen forderte er Mary auf, diesen Punkt durch leichtes Klopfen zu stimulieren. Er hatte schließlich nichts mehr zu Verlieren und war bereit, nach Strohhalmen zu greifen.
Nach 2 Minuten blickte Mary schließlich auf. Sie konnte es selbst kaum glauben. Das merkwürdige Gefühl in ihrer Magengegend war plötzlich verschwunden. Callahan selbst kam die plötzliche Genesung mehr als suspekt vor, doch Mary stand unvermittelt auf und ging zum Pool, streckte die Hände ins Wasser und spritzte sich freudestrahlend Wasser ins Gesicht. Ihre bis dahin lähmende Angst vor Wasser war vollkommen verschwunden. Callahan traute seinen Augen nicht. Und das nach nur 2 Minuten Klopfen!
Callahan wusste, dass er etwas Wunderbares entdeckt hatte und stürze sich in die Forschung. Nach kurzer Zeit entwickelte er ein System, das dem heutigen EFT sehr nahe kommt. Mit dem großen Unterschied, dass er für jedes psychisches Problem ein „Rezept“ erstellte, welche Punkte zu klopfen seien. Seine Entdeckung war bahnbrechend und brachte der Psychotherapie einen großen Fortschritt. Callahan widmete sich fortan der Aufgabe, sein neues Konzept der TFT anderen Kollegen beizubringen und andere Menschen in der Anwendung zu schulen.
Richard Trubo, Roger Callahan: Tapping The Healer Within (Taschenbuch) – bei Buchhandlung Riemann
Ein Ingenieur macht EFT salonfähig
Nachdem Callahan das Klopfsystem entdeckt hatte und sein Wissen an Kollegen weitergab, verdanken wir unser heutiges EFT dem Stanford Ingenieur Gary Craig, der sein späteres Leben der Entwicklung und Verbreitung von EFT als leicht erlernbare Heilmethode für alle gewidmet hat.
Gary Craig, ursprünglich Ingenieur von Beruf, wurde durch sein Interesse an energetischen Heilmethoden 1991 bei Dr. Callahan Schüler. Anders als Callahan hatte er keinen medizinisch fundierten psychologischen Hintergrund, war jedoch fasziniert von dem Potenzial von TFT. Er war Ingenieur und als Ingenieur machte er genau das, was er am Besten konnte: Er zerlegte Callahans Wissen in Einzelteile und setzte diese so wieder zusammen, dass aus dem eher komplizierten Rezepte-Klopfsystem Callahans ein leicht zu erlernendes, für alle Themen universal anwendbares Klopfsystem entstand. Unser heutiges EFT.
Gary Craig widmete sich voll und ganz der Verbreitung des EFT Wissens, was auch heute noch auf seiner Homepage zusammen mit viele wertvollen Erfahrungen und EFT Videos zu finden ist.
EFT Tutorial | Palace of Possibilities
Wirkt es wirklich?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ja, das tut es. Und zwar lebensverändernd.
Ich selbst bin vor einigen Jahren mit EFT eher zufällig in Berührung gekommen. (Ja… die lieben „Zufälle“ im Leben.) Ich bin auf YouTube über eine Klopfvideo einer amerikanischen EFTlerin gestoßen, in dem es um Binge-Eating und emotionales Essen geht. Das Thema hat mich sofort interessiert, weil ich selbst zu dem damaligen Zeitpunkt sehr stark zu emotionalem Essen geneigt habe und für jeden Ratschlag dankbar war. Und wer mich kennt, der weiß – egal wie absurd es klingt, ich probiere gerne alles aus. Je verrückter, desto besser.
Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt kein EFT Vorwissen und wusste auch nichts übers Klopfen. Ich hab einfach bei dem Video mitgemacht – und 20 Minuten später saß ich auf dem Sofa, tränenüberströmt und verheult und hab die Welt nicht mehr verstanden. Oder, was da gerade mit mir passiert ist. Das war meine erste (und sehr einprägende) Erfahrung mit EFT und von der ersten Sekunde an war ich gefesselt. Ich wollte verstehen, was da während der Klopfrunde mit mir passiert ist.
Ich hab mir nicht nur die Seele aus dem Leib geweint, mein Essendrang war nach den 20 Minuten wie weggeblasen. Schokolade, Chips oder sonstiges Komfort-Essen war plötzlich völlig bedeutungslos. Es war, als ob ich endlich zur Ruhe gekommen wäre. Im Hinblick auf Stressessen – im Hinblick auf EFT hatte ich aber eine Türe aufgemacht, die so schnell nicht mehr zugehen sollte und die – wie ihr hier seht – mich auf einen Weg gebracht hat, der mein Leben verändern sollte.
Wenn du selbst Lust hast, die Wirkung von EFT einmal am eigenen Körper zu erfahren, dann mach gerne bei einem meiner Klopfvideos mit! Ich garantiere dir, du wirst von dem Ergebnis verblüfft sein.
Alles Liebe,
Deine Yvonne
